Die Initiative Stop Bargeldverbot informiert über aktuelle Entwicklungen.

 

Newsletter 02/2016

1. Gelungene Kundgebung in Frankfurt am Main – weitere folgen
2. Erste Sparkassen erheben Negativzinsen
3. Weltweiter Kampf gegen das Bargeld
Sehr geehrte Damen und Herren,

inzwischen haben wir gemeinsam mit der Volkspetition Bargeldverbot stoppen! über 130.000 Unterzeichner für den Erhalt des Bargeldes gewonnen.

Mehr und mehr Menschen erkennen, welche immense Gefahr für unsere Freiheit von der verheerenden Politik der EZB ausgeht.
 
Initiative Stop Bargeldverbot
Finger weg von unserem Bargeld!

dm@stop-bargeldverbot.de

www.stop-bargeldverbot.de
"Bargeld ist geprägte Freiheit."
(F. M. Dostojewski)
Die von der europäischen Zentralbank implementierten Negativzinsen und die verzweifelten Versuche, die künstliche Zwangswährung Euro um jeden Preis zu retten, erzwingen geradezu die Abschaffung des Bargelds. Ohne Bargeld verlieren wir jedoch das zentrale Mittel der wirtschaftlichen Selbstbestimmung. Es gibt dann für die Bürger keine Möglichkeit mehr, sich der Enteignung durch Negativzinsen entziehen. Darüber hinaus kann der Staat zeitgleich jeden finanziellen Schritt seiner Bürger überwachen, kontrollieren und gegebenenfalls verhindern. Ohne Bargeld droht der Totalitarismus. Wir werden diese Entwicklung nur stoppen können, wenn wir, die Bürger und der Souverän unseres Landes, deutlich artikulieren, dass wir die Abschaffung des Bargelds rundherum ablehnen.

Erfolgreiche Kundgebung – am 27. August folgt die nächste


Dieser Widerstand muss auch in der Öffentlichkeit wahrnehmbar sein und darf nicht nur im virtuellen Raum stattfinden. Deshalb haben wir am 14. Mai unsere erste Kundgebung in Frankfurt am Main abgehalten. Diese war ein voller Erfolg, auf den wir stolz sein können.

Mehr als 500 Teilnehmer kamen zur Frankfurter Hauptwache, um die Redner Prof. Joachim Starbatty, Prof. Max Otte und Thorsten Schulte zu hören und lautstark ihre Unterstützung für das Bargeld zu bekunden. Die Tagesschau brachte einen angenehm neutralen Bericht, an dessen Ende deutlich wird, wie sehr die Freiheit durch ein Bargeldverbot bedroht ist: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bargeld-101.html

Auf www.facebook.com können Sie weitere Impressionen von der Veranstaltung abrufen (folgen Sie dem Link) und bei der Gelegenheit – falls Sie es ohnehin nicht schon längst getan haben – unsere Seite liken: https://www.facebook.com/stopbargeldverbot/

Da wir mit einer einmaligen Kundgebung wohl kaum darauf hoffen dürfen, Mario Draghi und die übrigen Falschspieler in Politik und der EZB beeindrucken zu können, sind die nächsten Kundgebungen schon geplant: Am 27. August 2016 werden wir uns wieder an der Hauptwache in Frankfurt am Main versammeln und ein klares Signal für das Bargeld und den Erhalt unserer Freiheit setzen. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr.
 

Erste Sparkassen erheben Negativzinsen


Wie nötig der Widerstand ist und wie sehr inzwischen die Zeit drängt, zeigt die Meldung, dass nun auch die ersten Sparkassen begonnen haben, die negativen Zinsen der EZB an ihre Kunden weiterzugeben: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/negativzinsen-erste-sparkassen-verlangen-gebuehr-fuer-geldanlagen-14233152.html

Noch sind „nur“ Großkunden betroffen, aber das wird sich selbstredend ändern. Die Sparkassen selbst überlegen darüber hinaus, wenigstens einen Teil ihrer Einlagen in bar vorzuhalten, andernfalls drohen ihnen durch negative Zinsen auf die Einlagen bei der Zentralbank empfindliche Verluste. Genau das aber wird schwierig und teurer, wenn die EZB systematisch das Bargeld verknappt. Ohne den 500-Euro-Schein, den die EZB nun abschaffen wird, steigen Gewicht und Volumen des einzulagernden Geldes dramatisch an. Da in absehbarer Zeit auch der 200-Euro-Schein und der 100-Euro-Schein abgeschafft werden dürften (zumindest hinsichtlich des 200ers hat Mario Draghi seinen Willen schon deutlich gemacht), werden die allermeisten Geldinstitute die Negativzinsen hinnehmen müssen. Dies ist der Zeitpunkt, an dem sie die Negativzinsen an ihre Kunden weitergeben werden. Die Sparer werden dann auf breiter Front enteignet. Ohne Bargeld werden sie keinerlei Möglichkeit mehr haben, sich dieser Enteignung zu entziehen.
 

Weltweiter Kampf gegen das Bargeld


Der Zentralbereichsleiter der deutschen Bundesbank, Stefan Hardt, spricht passenderweise von einem „Krieg gegen das Bargeld“, den „interessierte Finanzkreise“ führten. Dieser Krieg gegen das Bargeld ist dabei keineswegs auf die Eurozone beschränkt. Weltweit wird der Bargeldverkehr systematisch eingeschränkt. Schweden – wo die bargeldlose Gesellschaft schon beinahe Wirklichkeit geworden ist – ist keineswegs eine Einzelfall, sondern übernimmt „nur“ die Vorreiterrolle in dieser Frage. So wurde beispielsweise Singapur durch den massiven Druck der USA genötigt, die Banknote mit der weltweit höchsten Kaufkraft, den 10.000-Singapurdollar-Schein, nicht mehr zu produzieren. Auch über das Auslaufen der nächstkleineren Banknote, von der Kaufkraft vergleichbar mit dem 500-Euro-Schein, wird bereits diskutiert.

In der Schweiz wird immer wieder ein Ende des 1000-Franken-Scheins gefordert. Insbesondere aus den Reihen linker und grüner Politiker in der Schweiz kommen derartige Vorstöße. Jüngst war es der Schweizer Tagesspiegel, der das Thema auf die Agenda setzte. Gerade einmal drei Monate nachdem die Schweizer Nationalbank (SNB) betont hatte, dass sie den Schein erhalten wolle. Angesichts dieses politischen Drucks, der in Zukunft auch verstärkt aus dem Ausland kommen dürfte, kann sich die Willenserklärung schnell als billiges Lippenbekenntnis erweisen. Fakt ist darüber hinaus, dass die SNB als erste Zentralbank die Zinsen in den negativen Bereich gedrückt hat und negative Zinsen sind nun einmal (aus geldpolitischer Sicht) der wichtigste Motor hinter den Bestrebungen, das Bargeld abzuschaffen.

Auch in den USA wird einmal mehr das Bargeld ins Visier genommen. Kein Geringerer als Lawrence H. Summers, seines Zeichens Harvard-Professor, ehemaliger US-Finanzminister unter Bill Clinton und Wirtschaftsberater der Obama Administration, führte in der altehrwürdigen, vor allem aber einflussreichen New York Times die altbekannten Argumente gegen das Bargeld ins Feld. Es diene der Geldwäsche und der Kriminalität. Deshalb müsse die 100-Dollar-Banknote abgeschafft werden. Es ist wenig bekannt, dass die USA einstmals Banknoten mit sehr viel höheren Nominalen hatten. Sie alle wurden genau aus den von Summers angeführten Gründen abgeschafft. Eine großartige Reduzierung der Kriminalität oder der Geldwäsche in den USA konnte aber ganz offenkundig nicht erreicht werden – im Gegenteil. Folgt man Summers Logik, dann muss das Bargeld komplett verboten werden, worauf der Krieg gegen das Bargeld ja auch abzielt – allerdings aus völlig anderen Gründen als der ehemalige US-Finanzminister angibt.

Wie Sie sehen, ist der Krieg gegen das Bargeld in vollem Gange und die Sorgen, dass mit dem Bargeld auch unsere Freiheit abgeschafft werden wird, sind mehr als berechtigt. Unterstützen Sie uns also auch weiterhin, sei es im Internet, sei es im öffentlichen Raum indem sie zu unserer nächsten Kundgebung am 27. August an der Frankfurter Hauptwache ab 14 Uhr kommen. Wenn Sie unsere Arbeit auch finanziell unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende:

Stiftung für Freiheit und Vernunft
VOLKSBANK RAIFFEISENBANK
Starnberg-Herrsching-Landsberg
IBAN: DE16700932000101936190
BIC: GENODEF1STH
 
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Mit Herzlichen Grüßen
Dagmar Metzger & Steffen Schäfer

München, 23.05.2016
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