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Grundgesetz statt Peitsche

„So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“ sprach der Heiland – zumindest laut Matthäus 22:21. An sich ein klarer Aufruf zur strikten Trennung von Staat und Glauben. Auch seine von Johannes 18:36 übermittelte Äußerung „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ lässt sich so verstehen, dass es ihm weder um weltliche Macht im Allgemeinen noch um monetäre Einnahmen im Besonderen ging. Jesus Christus war ganz offensichtlich Laizist.

Seitdem ist viel Wasser den Jordan hinabgeflossen. Aus den anfangs bescheidenen, kleinen und verstreuten Gemeinden gläubiger Christen sind stattliche Glaubenskonzerne geworden, die einen beträchtlichen Reichtum angehäuft haben, gerade in Deutschland. Alleine das Erzbistum Köln beispielsweise verwaltet ein größeres Vermögen als der Vatikan. Umso mehr muss die in Deutschland gängige Praxis der Kirchenfinanzierung verwundern. „Grundgesetz statt Peitsche“ weiterlesen

Verteidiger des Bargelds bündeln Kräfte

München, 23. Februar 2016 – Die Initiatoren von „Bargeldverbot stoppen!“ und „Stop Bargeldverbot“ wollen ihre Kräfte bündeln und werden künftig gemeinsam für den Erhalt des Bargelds kämpfen. „Der Erhalt des Bargelds ist für die Freiheit von essentieller Bedeutung“, so Prof. Max Otte, Erstunterzeichner der Initiative www.stop-bargeldverbot.de. „Ohne Bargeld kann der Staat das Leben seiner Bürger komplett kontrollieren. Ein Alptraum, den wir nur verhindern können, wenn wir gemeinsam den Bestrebungen entgegentreten und mit geeinter Stimme deutlich und lautstark für die Freiheit – in diesem Fall die Erhaltung des Bargelds – eintreten.“ „Verteidiger des Bargelds bündeln Kräfte“ weiterlesen

Drei Erscheinungsformen des Liberalismus

An Europa scheiden sich die Geister – vor allem unter den Liberalen. Das war eigentlich schon immer so – man vergleiche Wilhelm Röpke und Alfred Müller-Armack. Die einen treten für das Subsidiaritätsprinzip ein, die anderen glauben, dass ein gemeinsamer Markt auch eine gemeinsame Wirtschaftspolitik benötigt.

Viele Gründe sprechen für Subsidiarität, aber dem Liberalen geht es vor allem darum, dass Dezentralisierung die Freiheit des Einzelnen schützt. Denn wenn die Regierungen der verschiedenen Länder um Menschen und Kapital konkurrieren müssen, sind ihrer Regelungswut und der Besteuerung enge Grenzen gesetzt. Der Wettbewerb zwischen den Herrschenden war das historische Erfolgsgeheimnis Europas – darauf haben Hume, Montesquieu, Kant, Lord Acton, Max Weber und viele andere weniger Berühmte hingewiesen. „Drei Erscheinungsformen des Liberalismus“ weiterlesen

Das EU-Panikorchester über Bargeldgrenzen: wenn’s nicht traurig wär‘, wär’s lustig

Der deutsche Finanzminister Schäuble ist heute, um es neudeutsch zu formulieren, ziemlich „busy“. Er weilt derzeit in Brüssel, wo er die EU-Finanzminister getroffen hat – Thema mal wieder Griechenland, über das wir schon bald wieder schöne Neuigkeiten hören dürften, weil das Geld wieder ein bißchen knapper geworden ist. Und auch Portugal im Fokus, nachdem die Risikoprämien für die Staatsanleihen des Landes gestern auf über 4,5% gestiegen waren – heute beruhigt sich das wieder etwas mit Renditen um die 4%-Marke für die 10-jährige Anleihe Portugals. „Das EU-Panikorchester über Bargeldgrenzen: wenn’s nicht traurig wär‘, wär’s lustig“ weiterlesen